Bauen mit Depron
  Rumpfbau
 


Einfache Herstellung von stabilen und leichten Rümpfen aus Selitron/Depron

Der Rumpfbau der Flugmodelle auf dieser Seite funktioniert in der Regel immer nach dem gleichen Prinzip. Lediglich die Maße und Formen unterscheiden sich. Die entsprechenden Maße sind dann jeweils bei den Baubeschreibungen angegeben. Die Rümpfe sind meist aus 6mm Material und werden aus einem Stück gebogen. Durch diese Hersellungsweise erhalten sie eine sehr gute Statik und es kann auf zusätzliche Spanten verzichtet werden. Das erspart Zeit und Gewicht.

!!! Am einfachsten gelingt das Herstellen der Rundung bei der Verwendung von Selitron als Baustoff. Da es etwas weicher ist als Depron bricht es beim Biegen nicht so schnell. Bei Depron muß sehr vorsichtig gebogen werden. Es ist vor allem auch darauf zu achten das die matte Seite auf der Rumpfaussenseite liegt. Ein Brechen läßt sich auch dadurch verhindern das die Aussenseite beim Biegen mit breiten Tesastreifen überklebt wird die dann später wieder abgezogen werden. Das hat aber den Nachteil das sich die Optik der Oberfläche nach dem Abziehen verändert.

Grundsätzlich gilt:

Wenn ihr keine Erfahrung im Bau mit Schaumstoffplatten habt dann verwendet unbedingt Selitron statt Depron für gebogene Rümpfe.
Für Tragflächen und Leitwerke ist Depron vorzuziehen da es etwas stabiler ist. Falls ihr keins zur Hand habt läßt es sich allerdings auch problemlos durch Selitron ersetzten.
Die Herstellung gebogener Rümpfe ist kein Hexenwerk aber etwas Geschick und Geduld ist schon erforderlich. Wenn ihr erste Fehlschläge überwindet und das Material etwas näher kennenlernt dann wird es von Rumpf zu Rumpf einfacher.


Und nun zum eigentlichen Bau:



Begonnen wird der Rumpfbau mit dem Ausschneiden des Rumpfrohlings. Die dafür benötigten Maße findet ihr in der jeweiligen Bauanleitung. Die Faserrichtung des Materials läuft immer längs zum Rumpf da er sonst beim Biegen leichter bricht.
Der Rohling sieht in etwa so aus wie auf dem Foto rechts.
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Damit der Rumpfboden sauber im Rumpf versenkt werden kann muß in die Rumpfwand auf beiden Seiten ein Falz geschnitten werden. Das unten gezeigte Hilfswerkzeug dafür könnt ihr euch sehr einfach aus ein paar Holzresten und 2 Abbrechklingen herstellen. Die Klingen sind mit Pattex oder Uhu-Por aufgeklebt damit sie sich mit Hilfe von Verdünner wieder lösen lassen wenn sie stumpf sind.


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Sie werden so geklebt daß ein 6mm x 3mm großer Steg stehen bleibt in dem der Rumpfboden versenkt wird. Mit diesen Werkzeugen lassen sich auch die Rumpfdeckel falzen damit sie sauber auf dem Rumpf halten.




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Eine weitere Möglichkeit ist den Rumpfboden von innen in den Rumpf zu kleben. Das ist von der Herstellung einfacher und hat statisch keine Nachteile.


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Oder ihr klebt ihn, wie hier, einfach von unten auf. In den Bauplänen ist immer der Einbau von innen vorgegeben und wenn ihr dies ändern wollt müßt ihr die Breite der Rumpfbodens entsprechend anpassen.


Von der Stabilität her sind alle 3 Methoden gleichwertig und es ist reine Geschmacksache welche angewandt wird. Das Falzen ist etwas aufwendiger, aber dafür hat man eine schöne Führung beim Einsetzen des Bodens, wobei etwas Erfahrung im Umgang mit Uhu-Por von Vorteil ist. Für den Ungeübten ist das einfache Aufkleben des Bodens von unten am leichtesten zu bewerkstelligen.


Das Formen des Rumpfes:

Zum Biegen des Rumpfes brauchen wir jetzt noch 2 Winkel die mit Schraubzwingen auf der Arbeitsplatte befestigt werden. Die Höhe der beiden Winkel sollte dabei etwas größer sein als die spätere Rumpfhöhe. Sie lassen sich aus einem alten Regalboden oder sonstigen Abfallstücken zuschneiden. Der Abstand der Winkel beim Aufspannen entspricht den Maßen der Rumpfunterseite. Zum Biegen dient irgend etwas Rundes. Z.B. ein Besenstiel. Damit der Rumpf eine gleichmäßige Rundung bekommt werden vor dem Fönen noch 2 Hilfsspanten von Innen reingeklemmt. Diese könnt ihr entweder aus Sperrholz oder Balsa schneiden. Damit der Rumpfrohling besser in die Form rutscht wird er mit einem Bogen Backpapier unterlegt.


Neu Neu Neu Neu

Und hier ist nun das Video zur Rumpf Herstellung:






Hier seht ihr die Herstellung der Rumpfdeckel:




NEU NEU NEU NEU

Nachdem ihr nun mit Hilfe der Videos vom Tragflächenbau, Fahrwerkbau, Tiefziehen und den Rumpfbaufilmen alle Einzelteile für einen Depronflieger zusammen habt, fehlt nur noch der Zusammenbau. Im folgenden Video habe ich dieses ausführlich erklärt und wenn ihr euch alle Filme angeschaut habt dann sollte es kein großes Problem sein ein Modellflugzeug in Depronbauweise herzustellen.
Im diesem letzten Teil des Rumpfbaus zeige ich  wie ihr die Tragflächen auf  einfache Weise, durch das teilweise heraus trennen der Seitenwand, einbaut. Mit etwas Übung gelingt der Einbau auch durch  hineinschieben in den Tragflächenausschnitt ohne die Seitenwand aufzutrennen. In dem Fall werden die Querruder erst nach dem Einkleben der Flügel montiert.






 
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